Der APR drückt eine Rate als schlichte Jahreszahl aus, ohne den Zinseszins zu berücksichtigen – jenen Effekt, bei dem man Erträge auf bereits erzielte Erträge erwirtschaftet. Wirbt eine Plattform mit einem APR von zehn Prozent auf einen gestakten Coin, heißt das: Über ein Jahr erhält man zehn Prozent des Einsatzes an Belohnungen – vorausgesetzt, die Rate bleibt bestehen und man legt zwischendurch nichts wieder an. Es ist die schlichte, plakative Schlagzeilenzahl.
Für schnelle Vergleiche ist der APR nützlich, doch im Kryptobereich hat er wichtige Einschränkungen. Beworbene Raten sind oft variabel und können sich mit den Marktbedingungen ändern; eine heute genannte Rate ist also keine Zusage für das ganze Jahr. Viele Krypto-Renditen werden zudem in demselben volatilen Token ausgezahlt, den man gestakt hat – der Geldwert der Belohnung kann also unabhängig vom Prozentsatz stark steigen oder fallen. Ein hoher APR signalisiert häufig hohes Risiko, nicht geschenktes Geld.
Der entscheidende Gegensatz ist der APY, der den Zinseszins einbezieht und daher bei gleicher zugrunde liegender Rate meist etwas höher ausfällt. Beim Vergleich von Angeboten sollte man prüfen, welche der beiden Kennzahlen vorliegt, und jede beworbene Rendite als Schätzwert behandeln. Crypto House erklärt diese Begriffe als Funktionsweise; nichts davon ist eine Finanzberatung. Wer die Rate als Schätzung liest und prüft, wie oft sie sich bereits geändert hat, vermeidet es, eine Schlagzeilenzahl für ein Versprechen zu halten.
Das Wichtigste in Kürze
- Der APR ist ein einfacher Jahreszins, der den Zinseszins nicht berücksichtigt.
- Im Kryptobereich sind APRs oft variabel und werden in einem volatilen Token ausgezahlt – die Schlagzeilenrate ist daher kein Versprechen.
- Der APY hingegen schließt den Zinseszins ein – deshalb sollte man prüfen, welche Kennzahl ein Angebot tatsächlich nennt.
APR — häufig gestellte Fragen
Worin unterscheiden sich APR und APY?
Der APR ist die einfache Jahresrate ohne Zinseszins, während der APY den Effekt des Zinseszinses auf die Erträge einbezieht. Bei gleicher zugrunde liegender Rate fällt der APY meist etwas höher aus – deshalb ist es wichtig zu wissen, welche der beiden beworben wird.
Ist ein hoher APR immer gut?
Nicht unbedingt. Im Kryptobereich spiegelt ein sehr hoher APR oft ein hohes Risiko wider – etwa einen volatilen Belohnungs-Token oder ein riskantes Protokoll –, und beworbene Raten können sich ändern. Eine große Schlagzeilenzahl ist nicht dasselbe wie eine verlässliche Rendite.
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