Die meisten zentralisierten Börsen führen Trades über ein Orderbuch zusammen. Es hat zwei Seiten: Bids, die Angebote zum Kauf zu verschiedenen Preisen, und Asks, die Angebote zum Verkauf. Die Börse ordnet sie nach Preis, sodass du siehst, was gerade jemand höchstens zu zahlen bereit ist und was gerade jemand mindestens akzeptiert. Ein Trade kommt zustande, wenn eine Kauf- und eine Verkaufsorder zum selben Preis aufeinandertreffen. Der Abstand zwischen dem besten verfügbaren Bid und dem besten verfügbaren Ask heißt Spread.
Ein Orderbuch zu lesen, gibt ein schnelles Gefühl für Angebot, Nachfrage und Tiefe. Viele dicht beieinander gestapelte Orders bedeuten einen tiefen, liquiden Markt, in dem große Trades ausgeführt werden können, ohne den Preis stark zu bewegen. Ein dünnes Orderbuch mit großen Lücken bedeutet geringe Liquidität, in der schon eine bescheidene Order den Preis springen lässt, eine wichtige Warnung bei kleineren Coins.
Es ist gut zu wissen, dass nicht jeder Markt eines nutzt. Dezentrale Börsen, die auf Automated Market Makern aufbauen, bepreisen Trades aus Liquiditätspools statt aus einem Orderbuch. Doch für den zentralisierten Handel bleibt das Orderbuch der klassische Mechanismus, und ihn zu verstehen, entzaubert Begriffe wie Spread, Slippage und Markttiefe. Tiefencharts, die veranschaulichen, wie viele Orders bei jedem Preis liegen, sind eine verbreitete Art, mit der Trader diese Liquidität auf einen Blick einschätzen.
Wie du einen Krypto-Preischart liest
Das Wichtigste in Kürze
- Ein Orderbuch listet nach Preis geordnete Echtzeit-Kauforders (Bids) und Verkaufsorders (Asks).
- Ein Trade wird ausgeführt, wenn ein Bid und ein Ask aufeinandertreffen; der Abstand zwischen dem besten der beiden ist der Spread.
- Ein tiefes Orderbuch signalisiert gute Liquidität, während ein dünnes warnt, dass Trades den Preis stark bewegen können.
Orderbuch — häufig gestellte Fragen
Was ist der Spread in einem Orderbuch?
Es ist der Abstand zwischen dem höchsten Preis, den ein Käufer zahlen will, und dem niedrigsten, den ein Verkäufer akzeptiert. Ein enger Spread deutet meist auf einen liquiden, aktiv gehandelten Markt hin, ein weiter Spread auf dünnen Handel.
Nutzen alle Börsen ein Orderbuch?
Nein. Zentralisierte Börsen tun das in der Regel, doch dezentrale Börsen, die auf Automated Market Makern basieren, bepreisen Trades stattdessen aus Liquiditätspools. Beide lassen dich handeln; sie führen Käufer und Verkäufer nur unterschiedlich zusammen.
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